Tag 24, fahrn fahrn fahrn

Der nächste Tag war ziemlich schrecklich, insb. für unseren Fahrer Alex, wir sind 450 km gefahren und haben dafür über 10 Std. gebraucht, weil die Straßen teilweise in einem furchterregenden Zustand waren. Ein wenig furchterregend war dann auch die Stimmung im Auto, wir Passagiere waren auch angestrengt, nicht zuletzt von Alex´ Musikgeschmack, der zu einer Auswahl von äthiopischer Musik führte, die für uns alle, mit verschiedenen musikalischen Vorlieben versehen, auf die lange Dauer eine Art der Folter darstellte. Aber Alex musste fahren und hatte einen harten Job, so dass wir die Zähne zusammengebissen haben.

Um die Zeit ein bisschen zu füllen, habe ich Fotos von der durchaus abwechslungsreichen Landschaft, Tieren und am Rande ein paar Menschen gemacht. Weil es hier in Lalibele, wo dieser Beitrag entsteht, grade Internet gibt, kommen auch ein paar Kommentare dazu.

So wie diese Frau lebt ein sehr großer Teil der Bevölkerung, in Hütten, entweder aus Holz (Eukalyptus, der in großen Mengen angepflanzt und in genauso großen Mengen abgeholzt wird) oder aus Steinen, das ist dann mindestens die Mittelschicht. Auch unser Guide Gebre, der mit uns in den Bergen war, hat weder Strom noch Wasser im Haus und lebt mit seinen Eltern und einem Bruder in drei Räumen, Küche, Wohnraum und Schlafzimmer. Um Wasser zu holen, sind Esel, oder, in flacheren Gegenden, Kamele ungeheuer wichtig.

Wasser wird in diesen gelben Kanistern transportiert, sie spielen also eine große Rolle im Straßen-, Stadt- und Dorfbild von Äthiopien

Diese Tiere auch in einigen Gegenden

An den Straßen gibt es häufig diese riesigen Plakatwände, in Europa inzwischen ein ungewohntes Bild. Ich muss dabei immer an den Film „Three Billboards…“ denken.

Eine Ladung Wasserkanister und ein typisches Straßenbild

In den Städten gibt es, da fast keine Privatautos unterwegs sind, weil schlicht niemand ein Auto hat, wirklich Unmengen von diesen mehr oder weniger liebevoll „Blaue Moskitos“ genannten dreirädrigen Fahrzeugen auf Motorrollerbasis, keine Ahnung, wie das zusammengeschraubt ist. Sie erinnern sowohl durch die Fahrer wie auch von der Menge her an Tuk-Tuks in anderen afrikanischen Ländern.

Es dämmert …

und wird immer dunkler …

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