Tag 11: Platter Reifen und viel Landschaft …

Eigentlich war uns klar, dass der Weg von Swakopmund nach Kamanjab auf den namibischen Straßen eine echte Herausforderung ist. In Europa ist es kein Problem, 600 KM als Tagesstrecke zu planen, hier schon – hätten wir mal auf die Reiseführer gehört.

Zunächst stellten wir erstaunt fest, dass SUVs gar nicht in erster Linie für die Auslieferung des Mittelschichtsnachwuchses an Kita und Schule gebaut sind; das lässt sich in Deutschland durchaus auch mit einem handelsüblichen Kleinwagen erledigen. Auf namibischen Straßen würde dieser aber elendig verrecken, selbst unser Duster mit Four-Wheel Drive hat es nicht durchgehalten. Aber von Anfang an:

Statt, wie es in Anbetracht der Strecke angebracht gewesen wäre, auf den größeren, teilweise etwas abenteuerlichen Verbindungswegen zu bleiben, mussten wir eine kleine, noch weniger befestigte Straße auswählen, um ein paar Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Dazu kam es allerdings nicht mehr, weil wir nach dem dritten Hinweis entgegenkommender Autos verstanden haben, dass einer unserer Reifen den Belastungen nicht gewachsen war – es hatte sich auch alles noch schlimmer angefühlt als vorher. Hier das Ergebnis:

Danke Rita, dass du uns darauf hingewiesen hast, unbedingt das Vorhandensein eines Reservereifens und des entsprechenden Werkzeugs zu kontrollieren!!!

Wir hatten allerdings erschwerte Bedingungen: Beide noch nie einen Reifen gewechselt und der Kofferraum ließ sich auf einmal nicht mehr öffnen! Zum Glück waren auf der Strecke viele Touris unterwegs, das erste Auto hielt und der männliche Teil des darin sitzenden deutschen Ehepaares half uns. Es war wirklich eine Herausforderung, über die Rückbank den Kofferraum zu entladen und Reifen rein- und rauszuwuchten. Diese Aktion und der fällige Werkstattbesuch zu Beschaffung eines vollwertigen Reifenersatzes verschlangen so viel Zeit, dass an die Sehenswürdigkeiten nicht mehr zu denken war, nur den versteinerten Wald haben wir noch im Schnelldurchlauf besucht.o

Diese vermeintlichen Baumreste sind versteinert (petrified) und ziemlich viele Millionen Jahre alt, wie viele genau, habe ich vergessen, aber das Wort „Millionen“ ist doch schon beeindruckend.

Nach 12 Stunden Fahrt durch eine tolle und wechselhafte Landschaft

sind wir völlig platt in der Unterkunft angekommen. Dort war es aber schön.

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